Samstag, 24. August 2013

Lernprojekt III - Mütze

Im heutigen Lernprojekt möchte ich euch zeigen, wie man eine Mütze nadelbindet.

Wer von vornherein sagt, dass er oder sie keine reine Schurwolle am Kopf tragen kann, da es sonst juckt,
dem gebe ich den Tipp innen in das Mützenband einen Fleece einzunähen.
Das macht die Mütze nochmal winddichter um die Ohren und es juckt nicht mehr.
Dafür muss die Mütze dann aber auch etwas größer gearbeitet werden, sonst passt es später nicht mehr.
Oder man arbeitet mit einem filzenden Mischgarn.

Material:
  • Nadel
  • genügend Garn in gewünschter Zusammensetzung (min. 100g für die normale Mütze, ca. 200g für eine Baskenmütze)
  • wie immer: Geduld :)

Es gibt zwei Mützenmodelle, die ich hier vorsstellen möchte:
  • die normale Mütze
  • die Baskenmütze
Vom Aufbau sind beide recht einfach - und da im letzten Lernprojekt schon aus der Rosette begonnen wurde, sollte das kein Problem darstellen.

Welches Wissen solltet ihr abrufen?

Man kann eine Mütze auf zwei Arten beginne, bevor ihr also anfangt, überlegt euch,
was für euch am einfachsten sein könnte, oder probiert es einfach aus.
  • Man beginnt mit einer Luftmaschenreihe, schließt sie passend zum Kopfumfang zur Runde und arbeitet sich dann  mit Abnahmen zum Scheitel.
oder:
  • Man beginnt mit einer Rosette am Scheitel, arbeitet bis zu einer bestimmten Größe im Kreis mit Zunahmen und  hört dann bei der gewünschten Länge der Mütze auf.
Im folgenden werde ich das Arbeiten aus der Rosette zum Kopfumfang hin beschreiben.

Normale Mütze:



Dieses ist die normale oder klassische Mütze. Ohne viel Schnickschnack.

Der Aufbau dieser Mütze ist wie folgt:


Die Mütze setzt sich zusammen aus einem Kreis, der aus der Rosette gearbeitet wurde und dem unteren Teil, wo keine weitere Zunahme erfolgt.

1.)
Ihr fangt mit der Rosette an, 10-12 Maschen sind da eigentlich immer gut, aber wenn ihr schon eine persönlich bevorzugte Maschenanzahl habt, dann nutzt diese.

2.)
es wird nun so lange in Runden gearbeitet, wobei ihr jede Runde Maschen zunehmt, wie bei dem Arbeiten aus der Rosette beschrieben, dass ihr einen Kreis habt, der von oben betrachtet, genau den Kopf abdeckt. Hier mal ein kleines Bild zur Erläuterung.


 3.)
Ist diese Größe erreicht, so arbeitet man ohne weitere Zunahmen weiter, nis die gewünschte Länge erreicht ist. Regelmäßiges Anprobieren ist hier von Vorteil :)


Fertig wäre die normale Mütze :)

Baskenmütze:

Bei der Baskenmütze ist der Aufbau ähnlich, aber nunja, rückwerts wiederholend xD
Ich versuch es mal so zu erklären.




1.)
Als erstes Arbeitet man wie bei der normalen Mütze einen Kreis aus der Rosette, der darf/muss aber größer sein, als auf der obrigen Abbildung.Schließlich sollte die Mütze bequem sitzen. Also arbeitet ruhig noch ein paar Runden mehr dran (etwa drei). Merkt euch (oder noch besser, schreibt es auf) wie viele Runden ihr über dem "idealen" Kreis hinausgearbitet habt!

2.)
Wenn ihr der Meinung seid, dass der Kreis groß genug ist, dann arbeitet ihr zwei bis drei Runden ohne Zunahme weiter, ähnlich wie bei der normalen Mütze. Euch wird auffallen, dass sich der Kreis nun anfängt zu wölben.

3.)
Nun geht es zu dem rückwert Wiederholen.
Die Runden, die ihr euch oben als Zusatz aufgeschrieben habt, werde nun rückwerts mit Abnehmen nachgearbeitet. In Runde 8 wären das also jede 7. und 8. Schlaufe zusammen arbeiten um eine Masche abzunehmen. In Runde 7 :jede 6. und 7. etc. Dasmacht ihr solange, bis die überschüssigen Runden weg sind und ihr ein Loch in der Größe des "idealen" Kreises habt.
Soweit verständlich?

4.)
Nun werden noch ein paar Runden als Bündchen gearbeitet und fertig wäre auch die Baskenmütze.



Baskenmütze von oben

Baskenmütze von unten.
Gut zu sehen, der rückwerts gearbeitete Ring und das Bündchen.

Ich hoffe das war soweit verständlich - und wünsche euch nun viel Spaß beim Nacharbeiten und warme Ohren für den kommenden Herbst und Winter.
Sollten Unklarkeiten, gerade bei der Baskenmütze, auftreten, so meldet euch ruhig.


Liebe Grüße,
Anne

Kommentare:

  1. Hallo Anne,

    vielen Dank für die tolle Anleitung. Die Baskenmütze ist total toll und ich glaube, da werde ich mich mal ranwagen.

    Liebe Grüße
    Carmen

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  2. Hallo Anne,

    ist es auch möglich von unten anzufangen? Ich arbeite lieber mit dem "Runde schließen", als mit der Rosette. Meinst du das klappt?

    Liebe Grüße
    Esther

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    1. Hallo Esther,

      natütlich ist es auch möglich unten am Bund der Mütze anzufangen. :) Man arbeitet die Anleitung nur "rückwerts". Allgemein ist es ja eine reine Geschmackssache, wie man beim Nadelbinden arbeitet und die Anleitungen sollen ja nur zur Orientierung dienen.

      Liebe Grüße
      Anne

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  3. Tolle Anleitung. Habe ich schon mal für einen Freund ausgedruckt und werde sie in nächster Zeit selbst ausprobieren. Danke!

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Es freut mich, dass du diesen Post gelesen hast.
Viel Spaß beim Nadelbinden :)